Corona – noch stärkerer Shutdown – du brauchst mehr Selbstbewusstsein! Finde 5 Tipps aus dem Hause NIKU. Ob an der Kassenschlange im Geschäft, in der S-Bahn oder bei der Abholung der Kinder, immer wieder wird man ungewollt in Gruppen zusammentreffen.

Viele Menschen kommen einem so nahe, als ob nichts wäre. Da braucht man stabile Nerven und Selbstbewusstsein, um sich zu behaupten. „Es ist nicht die Normalität“, dass man nicht auf sich und Andere aufpasst:

  • „Entschuldigung, ich wollte nur was auf das Kassenband legen“, sagt der Mann hinter mir, grinst mich mit einem Abstand von nicht mehr als 30 cm an. Die Maske bedeckt notdürftig seinen Mund, nicht aber seine feuchte Nase. Als ich zur Seite springe wie von der Tarantel gestochen, schreit er mich an, er habe doch Entschuldigung gesagt.
  • Auf dem Joggingpfad, der Weg nicht breiter als anderthalb Meter, bestehen zwei Freundinnen darauf, dass sie sich während des Joggens unterhalten müssen. Sie laufen nicht hintereinander, während sie ein älteres Paar schnaufend überholen. Wie war das noch gleich mit den Aerosolen?
  • In der S-Bahn drücken Einsteigende noch in den Wagen, obwohl dieser schon voll ist. Unweigerlich bildet sich eine Gruppe von Menschen, die atmend mehrere Minuten dicht beieinanderstehen. Die Ansage aus dem Lautsprecher: „Bitte halten sie Abstand“ ist an Skurrilität nicht zu überbieten.

Warum dann nicht gleich nur Baumwollmasken aufsetzen, ab in die Berge, und nach Spaß im Schnell noch zum Après-Ski danach? Einen großen Unterschied macht das nicht.

Vorsicht schadet nicht

„WAS BITTE HABEN DIE LEUTE NICHT VERSTANDEN?“, frage ich mich. Mein hitziges Temperament muss raus. Ich gehe erstmal in der Kälte joggen, sonst halte ich das nicht aus! Aber warum erreicht die Nachricht: “Abstand halten!” die Menschen eigentlich nicht? Ganz ehrlich, auch ich kann es nicht mehr hören. Aber ich tue es! Und ich verteidige es, weil es Maßnahmen sind, die mein Leben und das Leben meiner Mitmenschen schonen, oder gar Leben retten.

Heute habe ich Dr. Karl Lauterbach im NTV gehört: „Diejenigen, die sich in den nächsten 3-4 Tagen statistisch gesehen infizieren, die werden statistisch gesehen genau am Weihnachten sterben. Also diejenigen, die sich so stark infizieren.“

Kein Abstand – deshalb – noch stärkerer Shutdown bei Corona

„Abstand!“ – nur ein Wort, und doch erreicht es viele nicht in seiner Konsequenz. Da ich seit Jahren an NIKU arbeite ist mir bewusst, was in einem Menschen vorgeht. Wir sind Generationen, de verstehen wollen, viele fragen sich: Warum ist das so? Was haben die Menschen in den drei Beispielen eigentlich nicht verstanden?

Die Antwort ist: Wir haben alle alles verstanden, allerdings die Gewohnheiten sind stärker. Die zwei Freundinnen beim Joggen sind emotional verbunden miteinander und blenden natürlich das Umfeld aus. Der Mann an der Kasse ist erschüttert darüber, dass ich so heftig reagiere, weil er doch Entschuldigung sagte. In der S-Bahn werden ein paar Menschen unruhig, doch niemand sagt etwas oder steigt konsequenterweise aus.

Was du für dich beachten kannst: bei Corona und Shutdown

Hier ein paar Tipps:

  • Wahrnehmung vor Gewohnheit – wie einst der Papa von Sissi im Film es sagte: „Gehe mit offenen Augen durch den Wald….“
  • Zu Hause üben, wie Sie reagieren und sich ausdrücken, wenn Ihnen jemand körperlich zu nahekommt, z. B. „Bitte achten Sie auf Abstand, mir ist das wichtig!“ Die eigene Sprache dazu finden.
  • Nicht in die Opferrolle begeben, NICHT! krankhaft zurückziehen und gar nicht mehr rausgehen – denn es verleiht Selbstbewusstsein, sich der Realität zu stellen und sich zu behaupten.
  • Zu Hause bleiben, aber nicht aus Angst vor Mitmenschen, sondern weil wir das als Maßnahmen akzeptieren. Das ist eine andere innere Haltung.
  • Für den Fall, dass man beschimpft wird, schlagfertige Antworten vorbereiten: „Die Wiener Schule war noch Ihre Stärke, oder?“

Wahrnehmung kann man jederzeit üben, wenn man die Straße entlanggeht. Einfach mal bewusst vor Augen führen, was man sieht und in Gedanken formulieren: Haus, grün, 3 Fenster…. Wir sind darin nicht geübt, aber solche kleinen Einheiten helfen, aus Stresssituationen besser herauszukommen – um klar zu reagieren und sich behaupten zu können. Wer einem auslacht, gestatten Sie sich innerlich mal zu spotten: „der landet hoffentlich mal auf der Intensivstation!“: ruhig mal innerlich in Gedanken und Fantasie den Dampf ablassen.

Wer NIKU übt, der wird gelassenen, selbstsicherer, denn die Szenarien vom NIKU, wenn sie wiederholt werden, dringen sie in die Tiefe, die Geborgenheit und Sicherheit gibt. App NIKU Inception oder das Buch „Reframing der Kindheit!“ – wie gemacht, um Coronazeit gut zu überstehen und gestärkt raus zu gehen. E-Learning hilft dir besser zu verstehen, warum es so schwer ist, Coronaregeln einzuhalten.